Willkommen zu Hause - Case Study

Der Psychologe Harald sieht sein Zuhause im Chaos versinken: Als wäre das Zusammenleben mit seiner Frau, der linksintellektuellen Autorin Birgit und seiner Tochter, der feministischen YouTuberin Vicky, nicht schon spannungsbelastet genug, zieht nun auch noch der Flüchtling und mögliche Terrorist Mohammed bei ihm ein. Es beginnt ein Konkurrenzkampf um die Herrschaft im Haus, wobei sich Harald zudem mit Themen wie White Privilege, Feminismus, Rassismus und Sexismus auseinandersetzen muß.


Willkommen zu Hause ist das vielleicht spannendste Experiment zum Thema Indie-Filmauswertung, dass ich mir vorstellen könnte: Die aktuellen Zeitgeist-Themen wie Feminismus, Identitätspolitik, Rassismus und Diversity, die hier parodiert werden, polarisierten zweifellos und waren am Puls der Zeit und die Beschäftigung mit Political Correctness gibt es so in keiner vergleichbaren Form.


Dennoch (oder vielleicht gerade deshalb) gelang es nicht, Partner zu finden, die die Reichweite vergrößert hätten oder Kooperationen mit Sendern zu knüpfen, die die Serie voran getrieben hätten. Mit den Problemen der komplett unabhängigen Auswertung einer solchen Shortserie habe ich mich in einem eigenen Video beschäftigt:




INTERVIEWS


Besonders relevant für den Auswertungserfolg, schien mir neben einer eigenen (inzwischen nicht mehr aktiven Website und Social Media-Kanälen) insbesondere eine Fülle an begleitendem Videocontent. So haben wir die Schauspieler von WILLKOMMEN ZU HAUSE interviewed, BEVOR sie die Serie gesehen haben.




TRAILER


Ein gelungener und packender Trailer ist sicherlich eines der Hauptverkaufsargumente für einen Film oder eine Serie. Der Trailerschnitt stellte mich in meiner Rolle als Editor vor eine besondere Herausforderung: Da Trailer zu Kurzfilmen allgemein meist wenig sinnvoll sind, hatte ich zuvor keine Gelegenheit einen Trailer zu schneiden und musste mich so zunächst damit auseinander setzen, dass ein Trailer eine eigene Dramaturgie braucht, in dem zunächst die Welt und die Themen der Serie eingeführt werden und dann, wie bei vielen Trailern üblich, etwa in der Mitte ein Bruch erfolgt, indem das Tempo und die Action zulegen, um den Zuschauer in den Bann zu ziehen und neugierig auf die Serie zu machen. Das klingt leichter als es ist, doch ich glaube, letztlich einen guten Weg gefunden zu haben:






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