PAINKILLER

KURZFILM, 2022

 

STORY

Till (50) musste den brutalen Mord an seiner jungen Frau Nina (25) mit ansehen. Traumatisiert und in Depressionen verfallen, sucht er nach Hilfe. Dabei trifft er auf den ungewöhnlichen Traumatherapeuten Dr. Schneider, der ihn einer skurrilen Konfrontationstherapie unterzieht.

Nachdem er Hoffnung in der jungen Friedhofsgärtnerin Esther sieht und diese enttäuscht wird, beschließt Till die Täter zu finden und brutal zu töten. Doch seine Suche bleibt erfolglos, bis sich seine Wut schließlich auf bestialische Weise an Unschuldigen entlädt.

DIRECTORS INTERPRETATION

PAINKILLER atmet Schmerz und Wut aus jedem Frame. Die Kamera steht immer dicht am Gesicht und den Emotionen des Protagonisten, der zwischen der Unfähigkeit zu trauern, der persönlichen Apokalypse und dem unkontrollierbaren Wunsch nach Rache umher treibt.

Er ist Gottes einsamster Mann und jeder Versuch, ihm zu helfen ist zum Scheitern verurteilt. Jede Hoffnung, die sich im Laufe der Geschichte aufbaut, besteht nur, um zerstört zu werden. Till ist ein tragischer Held, dessen Leid der Zuschauer ebenso nachvollziehen kann, wie seine unbändige Wut.

Die Psychologie von Gewalttätern ist meist komplex. Medial werden oft keine oder nur einfache Erklärungen geliefert, doch das Psychogramm und die wahren Beweggründe eines Amokläufers bleiben meist undefiniert. Oft sind es gerade Charaktere, denen man es nicht zugetraut hätte, die mit ihren inneren Dämonen kämpfen und diesen Kampf verlieren.

Rache bietet nie eine Erlösung. Stattdessen löst sie oft eine Gewaltspirale aus. Gewalt kann wie ein Feuer sein, das an einer Stelle entfacht wird, unkontrolliert um sich greift Orte in Flammen steckt die weit von der Ausbruchsstelle entfernt sind und selbst dann noch brennen, wenn diese nur noch lodert...

PAINKILLER ist eine Produktion mit der HFF München.

BEHIND THE SCENES